Morbus Crohn – Meine Patienten -Geschichte

Bevor wir zu meinem Morbus Crohn Erfahrungsbericht kommen, stellt sich natürlich erstmal die Frage: Morbus Crohn, was ist das?

Morbus Crohn ist eine chronische und entzündliche Autoimmunerkrankung, die den gesamten Darmtrakt von Mundhöhle bis Enddarm befallen kann. Symptome des Morbus Crohn sind zum Beispiel häufiger Durchfall, Schmerzen, Krämpfe und Gewichtsverlust. Morbus Crohn Patienten werden normalerweise mit Medikamente behandelt, die den Patienten am Alltag teilhaben lassen. Doch es gibt auch Morbus Crohn Verläufe, bei denen die Schulmedizin nicht ausreichend wirkt und Symptomatiken sich immer drastischer entwickeln. Reichen Standard Medikationen nicht aus, erhalten Morbus Crohn Patienten aggressive Immunsuppressiva. Teils auch Chemotherapeutika, die den Crohn zwar eindämmen können, aber langfristig neben dem Morbus Crohn auch weitere Krankheiten oder starke Nebenwirkungen hervorrufen können.

Erst in diesem Jahr erschien eine Morbus Crohn Studie im Fachjournal “Annals of surgery”. Die Studie erhärtete die Vermutung, dass sogenannte TNF Hemmer bei Morbus Crohn Patienten Komplikationen zur Folge haben können. Die Studie wurde anhand 592 Morbus Crohn Probanden untersucht. Morbus Crohn Patienten, die mit TNF Hemmern behandelt wurden, wiesen ein doppelt so hohes Risiko auf, an postoperativen Komplikationen zu leiden. Wie zum Beispiel allgemeine oder intra-abdominelle Sepsis oder ein schnelleres Wiederaufflammen der Krankheitssymptome.

Morbus Crohn – Wie sich meine Krankheit zum Positiven wendete

1. Die Jugend ohne Morbus Crohn

Mit 15 Jahren spielte Morbus Crohn noch keine Rolle in meinem Leben. Ich war ein pubertierender heranwachsender Mann, der die 9. Klasse besuchte und selten positiv auffiel. Nach vielen stürmischen Jahren auf der Suche nach mir selbst und meinen Zielen entschloss ich mich, mich von alten Verhaltensweisen zukünftig zu distanzieren und meine schulischen Leistungen zu verbessern. Das klappte soweit ganz gut. Vom unterdurchschnittlichen Schüler, schaffte ich es immerhin, teils auf gute bis sehr gute Noten. Worauf ich durchaus stolz war. Schließlich hatte ich bisher nicht sonderlich viel geleistet. Endlich war ich dabei mich positiv zu entwickeln und mich auf die wichtigen Dinge zu fokussieren. Doch mit Mitte 15 kurz vor Silvester bahnten sich die ersten Symptome an. Ich bemerkte einen großen Pickel am Po. Der Versuch ihn auszudrücken schlug fehl. Als ich meinen Vater darauf ansprach meinte er nur: “Das könnte eine Hämorrhoide sein. Da sollten wir zum Arzt. “

Bei der proktologischen Untersuchung fügte mir der Arzt mit seinen Geräten, derartige Schmerzen zu, dass sich wohl ein Darmriss entwickelte. Ich nahm mir vor nie wieder einen Arzt aufzusuchen. Von Monat zu Monat wuchsen die Schmerzen. Ich erinnere mich noch genau an den Englandaufenthalt mit der Schule. Beim häufig auftretenden Durchfall, war in der Toilette nichts wahrzunehmen, außer Unmengen an Blut. Wie im Schlachthaus, es war einfach nur schrecklich. Nach einem halben Jahr voller Qualen, überredeten mich meine Eltern ein Krankenhaus zu besuchen. 2 Operationen standen an. Die Hämorrhoiden und kurz darauf der Darmriss. Nach den Eingriffen nahmen die Blutungen und Schmerzen nicht ab. Im Oktober 2011 wurde nach einer Endoskopieuntersuchung Morbus Crohn diagnostiziert. Was das für mein Leben und meine Zukunft bedeuten würde, ich hatte ja keine Ahnung…

2. Morbus Crohn – Die Krankheit, die mein Leben veränderte

Anfangs ließen sich die Beschwerden des Morbus Crohn mit den Standard-Medikamenten noch recht gut behandeln. Ich veränderte nicht viel und blieb Ernährungsgewohnheiten treu. Nur das Tabak rauchen hörte ich mit 18 endgültig auf und mein Alkoholkonsum wurde auch stark heruntergefahren. Recht schnell verschlechterte sich mein Zustand wieder. 20 – 30 blutige Durchfälle am Tag, extreme Schmerzen und Krämpfe wurden zum Alltag.

Von außen bekommen das die meisten Menschen gar nicht mit. Irgendwas stimmt da nicht, denkt sich vielleicht der ein oder Andere. Wie schwer es ein Morbus Crohn Patient tatsächlich hat, wissen die Wenigsten. Denn es sind nicht nur die genannten Symptomatiken, die allein schon schlimm genug sind und den Morbus Crohn Patienten plagen. So hat man nachts kaum, manchmal sogar gar keinen Schlaf. Schließlich verabschiedet sich der Durchfall zu Bettzeit nicht, sondern tyrannisiert einen auch nachts im Stundentakt. Die wichtige Tiefschlafphase, die notwendig ist um sich zu erholen, findet praktisch überhaupt nicht statt. Durch den dauerhaften Durchfall nimmt man rapide an Gewicht ab. Oft wog ich unter 50 kg, auf 1.75 Meter. Körperliche Schwäche, Vitamin- und Nährstoffmangel sind die Folge. Treppe laufen wird zum Kraftakt.

Das soziale Leben existiert faktisch überhaupt nicht mehr. Wer möchte sich schon beim Fortgehen in die Hose machen und dann auch noch von Fremden ausgelacht oder in Zeiten des Gaffen’s und Smartphones gefilmt werden. Ist in Sekunden keine Toilette zur Gegend, dann geht es eben in die Hose. Die Entzündung kann bei Morbus Crohn im Darm von Mundhöhle bis After auftreten. Mein After war überwiegend so gereizt, dass jede Bewegung und jeder Stuhlgang zur Qual wurde. Nahrungsmittel, die man verträgt sucht man vergeblich. Ich konnte sie früher tatsächlich an zwei Händen abzählen. Und wenn man doch isst, auf was man Gelüste verspürt, bereut man es mit noch stärkeren Schmerzen und öfteren Toilettengängen. Es ist ein Teufelskreis, der nicht zu Ende gehen scheint. Da stand ich also vor dem Scherbenhaufen meines Lebens. Was macht man, wenn man jahrelang nichts arbeiten, richtig essen oder unternehmen kann? Richtig, man verkümmert.

3. Dolchstoß von hinten

Ich hatte Glück, dass man mir die Krankheit nicht übel nahm. Meine Familie und Freundeskreis reagierten überwiegend sehr einfühlsam. Von Gleichgesinnten höre ich aber oft, dass sie auf wenig Verständnis stoßen. Morbus Crohn- oder Darmkranke werden oft als “Psychos” abgetan, Freunde oder sogar Familie beschweren sich aufgrund der Unzuverlässigkeit. Doch was kann der Geplagte dafür, dass er schwer krank ist, das Haus nicht verlassen oder einfach keine Kraft aufbringen kann. Der Morbus Crohn Kranke hat sich das so nicht ausgesucht. Anstatt Beistand und Zuneigung, müssen sich viele Patienten, dann auch noch Vorwürfe aus dem eigenen Umfeld anhören, die sie immer weiter isolieren und abstumpfen lassen.

Irgendwann ist man letztendlich an dem Punkt angekommen, an dem man sich fragt, was bietet einem dieses Leben noch, wenn die Symptome des Morbus Crohn tatsächlich dauerhaft so bleiben würden? Worüber ich mir kühl und nüchtern Gedanken gemacht habe ist zum Beispiel, welchen Sinn es für mich macht in die Rentenkasse einzuzahlen? Mit 60 oder 70, wenn ich vermutlich zum Pflegefall werden würde, könnte ich nicht mehr so einfach in Sekunden ins Bad rennen um mich zu erleichtern. Ein Pfleger würde mir jeden Tag aufs neue zig mal am Tag die Unterwäsche wechseln, das Bett überziehen und mich waschen. Ein trauriger Gedanke. So hatte ich mir das Altwerden sicherlich nicht vorgestellt.

Umso wichtiger ist es, einem Morbus Crohn Kranken in schweren Zeiten beizustehen und ihn für die Krankheit nicht zu verurteilen oder zumindest den Crohn als das, was er ist anzuerkennen. Eine schwere Erkrankung mit dem Einfluss, den körperlichen und mentalen Zustand um 180 Grad zu wenden und jeden noch so kräftigen und ausdauernden Menschen zu brechen. Das gilt natürlich auch für viele andere chronische Erkrankungen.

4. Starke Medikamente bringen bei Morbus Crohn oft Besserung, doch zu welchem Preis?

Von Jahr zu Jahr nahmen die Symptome zu. Aus der anfangs vergleichsweise moderaten Standard Therapie mit Budenofalk und Salofalk, wurde hochdosiertes Prednisolon mit Salofalk und einem starken Immunsuppressivum, Azathioprin. Bei jeder Morbus Crohn Therapie merkte ich kurzfristig Besserung, aber von einer langfristigen und stabilen Besserung konnte nicht ein einziges Mal die Rede sein. Nachdem auch diese Therapie fehl schlug, erweiterten monoklonale Antikörper, reserviert für besonders schwere Fälle meine Medikation. Dieses Medikament wird zu Beginn alle 2 Wochen, dann einmal im Monat intravenös injiziert und ist vergleichbar mit einer Chemo-Therapie, also mit starken Nebenwirkungen verbunden. Im Krankenhaus klärte mich der Arzt über die Begleiterscheinungen auf. “Stark abgeschwächtes Immunsystem, ein deutlich erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken,…”

In der selbigen Nacht rissen alte Wunden aus der Kindheit wieder auf. Ich träumte, dass ich an Krebs erkranken würde. Meine Großeltern starben beide daran und meine Mutter erkrankte ebenfalls an Krebs. Aufgrund der Neigung unserer Familie zu dieser Erkrankung, war ich an diesen Tagen äußerst beunruhigt. Bereits nach wenigen Monaten nahm die anfänglich vielversprechende Wirkung der Antikörper deutlich ab und hielt teils nach der Injektion nur wenige Tage. Nachdem das Morbus Crohn Medikament begann starke Nebenwirkungen zu verursachen und der Arzt bereits über ein weiteres Medikament nachdachte, wusste ich, dass sich nun was ändern muss. Mit 22 Jahren war ich bereits fast aus-therapiert und physisch ein Wrack. Ich wog keine 50 Kilogramm, sah krank und fertig aus und natürlich, hatten die verlorenen Jahre auch mental Spuren hinterlassen. So konnte es nicht weitergehen.

5. Cannabis, Naturheilmittel und viel Disziplin brachten die medizinische Wende

Nachdem alle Versuche fehlschlugen schwor ich mir, alles für meine Genesung zu geben. Bereits seit Beginn des Morbus Crohn verließ ich mich nicht ausschließlich auf die mir verabreichten Medikationen und probierte mich über Jahre hinweg durch. Ich testete alle möglichen natürlichen Rohstoffe aus, die meisten halfen nicht oder nur begrenzt. Blutwurz, Eigenurintherapie- und Kottransplantationen in Eigenregie verschoben die Grenzen des Erträglichen. Meine alten Vorstellungen von Stolz und Würde erodierten. Ich schaffte es tatsächlich meine Scham und die mir selbstauferlegten Grenzen zu beseitigen. Die Verzweiflung, aber auch die Motivation muss groß gewesen sein, wenn ich in der Lage war, Kot und Urin zu probieren, um meine Krankheit zu bekämpfen. Ein Genuss war es nicht, so viel kann ich sagen. Hätte mir damals ein Bekannter erzählt, ich würde die Ausscheidungen eines Menschen zu mir nehmen… Ich hätte ihn für verrückt erklärt.

Dem Morbus Crohn zuliebe stellte ich meine Ernährung ganzheitlich um und verzichte seitdem auf alles, was auch nur im Geringsten reizend wirkt, wie zum Beispiel Alkohol, Blähendes, Fleisch, Milch, Weizen, Tabak,… Bei Fleisch mach ich an Weihnachten oder beim Spanien Urlaub Ausnahmen. Naturheilmittel wie indischer Weihrauch, organischer Schwefel und unterschiedlichste Kräuter nahm ich zu meinem täglichen Pflichtprogramm mit auf.

Seitdem hat sich viel geändert, auch wenn ich mir eingestehen muss, dass es natürlich nie wieder so wird, wie vor dem Morbus Crohn. Das ist mittlerweile aber auch nicht mehr so tragisch. Mein sehnlichster Wunsch war stets, dass es doch wieder wie vor dem Crohn werden solle. Heute bin ich der Meinung, die Krankheit hat mich zu dem Menschen geformt, der ich jetzt bin und das ist gut so. Der Leidensweg war zwar prägend und veränderte meine Persönlichkeit auf vielerlei Weise. Dennoch kann ich sagen, wieder ein Leben führen zu können, das mir Spaß bereitet. Ein Leben, welches mich glücklich macht, mich wieder träumen lässt und dafür bin ich unendlich dankbar.

Cannabis Einnahme bei Morbus Crohn
Manuel bei einer Cannabis Inhalation für seinen Morbus Crohn

Vor einigen Jahren begann ich mit Cannabis zu experimentieren, baute es illegal an, stellte Extrakte her und konnte erste entscheidende Erfolge erzielen. Seit über 1,5 Jahren bin ich nun Cannabis Patient mit Kostenübernahme und seit bald 2 Jahren lebe ich trotz schwerem Morbus Crohn Verlauf medikamenten- und beinah symptomfrei. Das erste mal seit der Entstehung der Erkrankung.

An Morbus Crohn Patienten:

Falls Du Morbus Crohn-krank bist, lies dich doch mal in meinen Blog ein, in dem ich regelmäßig Beiträge veröffentliche, was ich alles zu mir nehme, um meinen Morbus Crohn einzudämmen. Viele der Tipps, kosten Dich lediglich einen Gang zum Supermarkt, wie zum Beispiel mein tägliches Dinkel-Frühstück, meinen zwei mal täglichen Gemüse Auflauf oder die entzündungshemmende Möhrensuppe, welche ich ebenfalls jeden Tag verspeise, um eine Entzündungsreduktion zu erreichen. Die Anpassungen werden deinen Morbus Crohn zwar nicht heilen, dennoch hoffe ich sehr, dass Dir der ein oder andere Tipp etwas Erleichterung bringt. Ich kann Dir aber, von mir aus berichten, medikamenten- und fast symptomfrei lebe ich erst, seitdem ich alles beachte und fortlaufend umsetze. Halbe Geschichten halfen mir langfristig leider nicht weiter. Morbus Crohn Schübe treten bei mir zwar noch vereinzelt auf, aber bei weitem nicht in der Anzahl und Intensität wie vor den Anpassungen.

Was Du auch machst oder deinem Morbus Crohn Erleichterung bringt, egal ob Naturstoffe, eine gesunde Lebensweise oder Medikamente. Mach oder nimm es regelmäßig. Mit viel Motivation und Disziplin.

Für Deine Gesundheit!

Bei Fragen kannst Du mich jederzeit kontaktieren. Per Email oder auch per Telefon.

26 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo,
    Ich bin irgendwie hin und her gerissen und weiß nicht auf was und wen ich hören soll. Bei mir wurde im Februar dieses Jahres Morbus Crohn festgestellt nach 2 Jahren quälen und immer wieder zum Arzt rennen.. bin erst 19 (weiblich). Ich war eine Woche im Krankenhaus wegen Untersuchen und durch Antibiotika und Cortison waren meine Entzündungswerte wieder gering und ich durfte heim. Nun werde ich weiter behandelt nehme seitdem Cortison welches ich nach und nach absetzen soll, was ich auch tue. Nun hab ich das erste mal Imraldi Spritzen bekommen, morgen das 2. Mal und hoffe dass es bald wirkt. Es gibt so viele Meinungen zu Morbus Crohn und mein Arzt sagt ohne Medikamente würde alles nur schlimmer werden. Aber es gibt auch genug Seiten im Internet die sagen, Ernährung umstellen und dass Medikamente Gift sind… nur was stimmt?… alles was ich möchte keine Schmerzen mehr haben oder ab und an nur Schmerzen die man gut ertragen kann und sonst fit ist… damit könnte ich leben. Aber ohne Medikamente wurde es bei mir nur schlimmer und schlimmer.

    Antworten
    • Manuel
      Manuel Raff
      5. Mai 2020 9:38

      Hallo liebe Leonie.
      Erstmals bedanke ich mich ganz herzlichst für Dein Vertrauen.
      Ich kann Deine Ängste und Sorgen sehr gut nachempfinden. Auch ich war viele Jahre sehr verzweifelt deswegen. Ich würde sagen, beide Seiten, Schulmedizin und Naturheilverfahrenverfechter haben teils Recht und Unrecht. Leider ist es so, dass jeder Morbus Crohn durchaus individuell ausfallen kann. Das heißt, es gibt leider nicht die eine “Heilmethode” oder das eine Medikament für jeden Morbus Crohn Erkrankten. Bei mir war es so, dass das ein oder andere Medikament zwar eine lindernde Wirkung abgab, allerdings nie über einen längeren Zeitraum. Es wurden also immer mehr und stärkere Medikamente, die allesamt mit Nebenwirkungen verbunden waren. Der Umstand, dass mein Zustand sich trotz Medikamente von Jahr zu Jahr verschlechterte, machte mich damals sehr traurig und verzweifelt und nahm mir meine Träume und Zuversicht für meine Zukunft. In der Verzweiflung suchte ich mir nach natürlichen Alternativen. Die ich auch fand, allerdings war das ein jahrelanger und harter Prozess, bis es mir so gut ging wie jetzt. Es hat also geklappt. Ich lebe jetzt seit mittlerweile nun 3 Jahren medikamentenfrei, bis aufs medizinische Cannabis. Ich halte mich strikt an meinen Ernährungsplan, nehme täglich Weihrauch, CBD Öl, Möhrensuppe, verschiedene Kräuter, mache Sport und halte mich mental fitt und ausgeglichen. 1-3 Mal im Jahr führe ich auch eine Stuhltransplantation durch, um meine Darmflora zu stärken.
      Dieser Weg, diese Naturstoffe und Praktiken haben mein Leben nachhaltig ins Positive verändert. Ich bin beinah symptomfrei und vor allem wieder sehr glücklich. Aber nur weil das bei mir geklappt hat, muss das leider nicht bei jedem klappen. Besonders bei Morbus Crohn geht es oftmals um Verträglichkeit und in welchen Zustand man sich aktuell befindet. Wenn es mir heute schlecht geht, sähe mein Ernährungs- und Naturstoffplan anders aus, als aktuell. Ab und zu ist es durchaus komplex und individuell.

      Ich würde Dir also ans Herz legen, Deine Medikation bitte nicht ohne einen Arzt abzusetzen, weil Dir leider niemand garantieren kann, dass das so gut klappt wie bei mir. Auch würde ich Medikamente, die dir Linderung schaffen, nicht pauschal verteufeln. Mach das was Dir hilft. Wenn das Medikamente sind, nimm sie ein. Viele Morbus Crohn Patienten haben mit den Medikamenten eine schubfreie und schöne Zeit. Vielleicht gehörst du ja zu jenen. Was ich Dir aber auf jeden Fall empfehlen würde, ist auf Deine Ernährung zu achten. Du solltest herausfinden, was Dir gut bekommt und was nicht. Ebenfalls würde ich nach Naturstoffen und Praktiken Ausschau halten, die Dir Linderung schaffen. Lies dich doch mal in meinen Blog ein, vielleicht findest DU das ein oder andere, das Dir hilft.

      Mit meinem Blog möchte ich auf keinen Fall dazu ermutigen, Medikamente ohne einen Arzt abzusetzen. Das kann gefährlich werden. Meine Risikobereitschaft ist mehrmals schief gegangen und wurde ab und zu auch mal mit einem Schub bestraft, bis es dann endlich geklappt hat. Stattdessen möchte ich Morbus Crohn Erkrankten meine Erfahrungen teilen, ihnen Mut machen nach Alternativen zu suchen, die ihnen helfen. Ich möchte aufzeigen, dass es durchaus möglich ist, bei einem schweren Morbus Crohn Verlauf, ohne Medikamente zu leben und wieder glücklich zu werden.

      Ich wünsche Dir liebe Leonie, gesundheitlich alles alles Gute. Bleib stark! Falls Du Fragen hast, kannst Du dich jederzeit melden.
      Ganz lieben Grüße, dein Manuel

      Antworten
  • Manuel
    Birgit Ayasse
    24. April 2020 7:37

    Hallo Manuel, hier ist Birgit.
    Ich hatte Dir schon mal geschrieben und nehme mittlerweile selbst regelmässig CBD Öl. Jetzt haben die Ärzte bei mir eine seltene Form einer systemischen Autoimmunkrankheit im Verdacht. (igg4 assoziierte Autoimmunerkrankung) Die Behandlung wäre mit Kortison (Prednisolon) hochdosiert 30mg über 3-6 Monate mit ausschleichen über 1 Jahr. Ich nehme aber derzeit bereits 150mg Cannabinoide (CBD Öl 20% 7 Tropfen alle 8h) um meine Beschwerden einigermassen im Griff zu behalten. Meine Frage an Dich: Hast Du Erfahrung mit Cortison und CBD ? Wie verhält es sich ? Wie nehme ich CBD wenn ich jetzt mit Prednisolon anfangen muss ?

    Antworten
    • Hallo Birgit,
      ja ich erinnere mich noch. Freut mich mal wieder von Dir zu lesen. Ich selbst habe früher, als ich Kortison einnehmen musste, immer mal wieder Cannabis konsumiert, unter anderem auch CBD Öl. Allerdings nicht wie heute. Ich selbst konnte keine negativen Nebenwirkungen feststellen. Auch habe ich von meinen Kontakten, die Morbus Crohn haben, nichts von negativen Erfahrungen gehört. Da ich das Öl, welches Du einnimmst nicht kenne und ich kein Arzt bin, kann ich Dir leider keine Anweisung geben, wie du dein Öl einnehmen solltest. Ein 20% CBD Öl kann aber auf natürliche Weise nicht ohne eine künstliche Anreicherung produziert werden. Das ist von Natur aus nicht möglich. Derartige Öle sind also synthetisch angereichert oder wurden mit Isolaten gemischt. Von synthetischen Ölen rate ich generell ab, weil sie keinerlei Vorteile haben, im Vergleich zu natürlichen CBD Ölen. Im Gegenteil, sie sind trotz ihrer Nachteile unnötig teuer.

      Am besten sprichst du mit dem Hersteller Deines Öls oder konsultierst im Besten Fall deinen Arzt.
      Dir weiterhin alles Gute für Deine Gesundheit.
      Ganz liebe Grüße, Dein Manuel.

      Antworten
  • Manuel
    Manuela Scharbau
    14. April 2020 17:26

    Hallo Manuel..ich bin seid 1989 MC Patient und hatte,nach 14 Jahren Quälerei endlich den Mut mich operieren zu lassen.Damsls habe ich gerade mein zweites Kind zur Welt gebracht,wog bei 1,74 m Körpergrösse gerade mal noch 49 kg.
    Es war die damals beste Entscheidung meines Lebens und bin jetzt mit Azafalk und Salofalk so gut eingestellt das ich mich ärgere vorher 14 Jahre auf einige Ärzte gehört zu haben das man doch mit dieser Krankheit leben könnte..wenn man nur will.
    Ich bewundere dich für deinen Mut und deine Entschlossenheit selbst was für dich und deine Krankheit zu tun.Den Mut und diesen Ehrgeiz habe ich leider nicht mehr…
    Ich arbeite als Schwimmeister Vollzeitjob und hoffe das es mit meiner Medikation noch weitere ruhige Jahre gibt…
    Dir und auch alle weiteren Leidesgenossen alles Gute…
    Ach ja..gott sei Dank habe ich die vermaledeite chronische Krankheit nicht weitergegeben an meine Kinder..
    Lg Manuela

    Antworten
    • Hallo Manuela.
      Vielen Dank erstmals für deine lieben Worte. Bitte verliere nie den Mut und die Kraft weiterzumachen. Ganz bestimmt wird es dir eines Tages besser gehen. Bleib stark und gib dich nicht auf.
      Gesundheitlich wünsche ich dir alles alles Gute!
      Ganz liebe Grüße, dein Manuel!

      Antworten
  • Guten Tag, hat man bei medizinischen Cannabis auch einen Rausch? Habe mich mal mit einem blunt abgeschossen und würde ungern so einen rausch wiederhaben wollen. Nun habe ich aber eine colitis und bin für jeden wirkstoff der linderung verschafft dankbar.

    Antworten
    • Hallo Moritz.
      Auch medizinisches Cannabis enthält normalerweise den psychoaktiven Wirkstoff THC. Das heißt, vor allem zu Beginn sollte der Rausch als Nebenwirkung auftreten. Mit der Eingewöhnungsphase verändert sich das nach einiger Zeit, sodass die medizinische Wirkung und nicht die psychoaktive Wirkung im Vordergrund steht. Du kannst aber auch einen eigenen Beitrag dazu leisten, um dem Ganzen etwas vorzubeugen.
      Zum Beispiel, indem vordergründig auf CBD lastige Medizinal Cannabis Sorten setzt. CBD bekämpft bei mir zum Beispiel vor allem das Hauptproblem, also die Entzündung. Während THC meine Symptome und die Stuhlgangfrequenz reduziert. Sorten mit viel CBD wären zum Beispiel: Bedrolite, Argyle, Penelope, Bediol oder Tilray 10/10.

      Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen, bei Fragen kannst Du mich jederzeit erreichen.
      Lieben Gruß und dir gesundheitlich alles alles Gute.
      Dein Manuel

      Antworten
  • Hallo Manuel,
    im Rahmen meines Studiums arbeite ich gerade an dem Thema “Chronische Krankheiten”. Mein Projektteam hat sich das Ziel gesetzt den Alltag von chronisch Kranken zu verbessern, die Kommunikation zwischen Arzt und Patient zu verbessern und/oder noch etwas an der Situation zu verbessern. Momentan stehen wir gerade am Projektstart und wir betreiben gerade User Research.
    Würdest du unseren offenen Fragen gegenüberstehen?
    Ich freue mich schon auf deine Antwort.

    Antworten
    • Hallo Jenny.
      Danke erstmal für die Kontaktierung. Vielleicht könntest Du noch etwas näher erläutern, wie genau Du und dein Team den Alltag chronisch Kranker verbessern möchtet und um was es sich bei Euren Projekt handelt. Ist mir gerade noch etwas unkonkret. Ich stehe euren Fragen gerne offen. Ihr könnt mich hier über die Kommentarspalte oder via Mail kontaktieren.
      Bei Eurem Projekt wünsche ich euch alles alles Gute und viel Erfolg.
      Herzlichen Gruß, Euer Manuel.

      Antworten
  • Hallo!
    Ich bin echt froh mal von jemandem zu lesen, der auch gute Erfahrungen mit „Naturheilmitteln“ gemacht hat, das macht echt wieder Mut.

    Ich leide seit ca 8 Jahren an MC, im Gegensatz zu dir, habe ich aber eine nicht so extreme Form.

    Ich habe nur einmal „richtige“ Medikamente genommen und sehr schlechte Erfahrungen gemacht, es ging mir nur kurzfristig besser und dann aber viel schlechter als vorher…

    Cannabis habe ich bis jetzt noch nicht probiert, welche Art konsumierst du und wie?

    Würde mich über eine Antwort freuen!

    Lg Sophia

    Antworten
    • Guten Morgen Sophia.
      Danke für die lieben Worte erstmal. Ich bekomme vom Arzt Medizinal-Cannabis verschrieben. Da ich freie Sortenauswahl habe, kann ich die Blüten einsetzen für meine Behandlung, die ich derzeit brauche. Meistens sind das Cannabis Sorten mit ausgeglichenem THC und CBD Gehalt. Ganz einfach deshalb, weil nicht nur der bekannteste Cannabis Wirkstoff THC, sondern auch CBD viele Vorteile auf den Crohn entfaltet. Während THC vordergründig Crohn-Symptome behandelt, wie zum Beispiel die Darmtätigkeit und die Stuhlgangfrequenz reduziert, setzt CBD bei mir vor allem am Hauptproblem, der Reduktion meiner chronischen Darmentzündung an. Beide Cannabinoide sind für meinen Morbus Crohn also unverzichtbar und erwirken in Kombination eine bessere Wirkung.
      Ich hoffe natürlich sehr, dass dein Verlauf weiterhin gut behandelbar bleibt und wünsche Dir alles alles Gute. Versuch es doch mal mit meiner Möhrensuppe, die Du ebenfalls in meinem Blog findest. Die wirkt bei mir und vielen anderen auch ganz hervorragend.
      Ganz liebe Grüße, Dein Manuel.

      Antworten
  • Hallo,
    ich (40) hab das nun 23 Jahre lang. Davon 22 Jahre lang illegal mit Cannabis Unterstützung. Leider erst vor 6 mon Rezept bekommen. Verlauf wie bei Dir.
    Grow for it !

    Antworten
    • Hallo Tim!
      Danke für Deinen Kommentar. Klasse, dass Du noch auch von medizinischen Blüten profitieren kannst!
      Dir alles Gute.
      Herzlichen Gruß, Dein Manuel

      Antworten
  • Hallo,

    danke für diesen aufmunternden Blog Beitrag .
    Ich selber habe Colitis Ulcerosa und bemerkte auch die enorm positive Wirkung von Cannabis.
    Nur wie du schon sagst, ist das illegal. Du darfst in den folgenden Tagen kein Auto fahren und und und .
    Ich finde leider keinen Arzt, der sich traut es mir zu verschreiben.
    Hast du vielleicht einen Ratschlag?
    Dankeschön vorab.

    Antworten
    • Hallo Micha.
      Vielen Dank für Deinen Kommentar! Ist manchmal gar nicht so einfach einen Arzt zu finden. Dieses Problem haben leider die meisten Schwerkranken, was ich einfach nur schade finde. Wie ist denn dein Verlauf? Wie viele Medikamente hast Du schon durch? Inwiefern hilft dir Cannabis? Sofern es bei Dir sehr gut anschlägt, erzähle das genau so deinem Arzt. Bereite dich gut auf den Termin mit einem Arzt vor. Manche Ärzte haben auch einfach keine Lust sich mit dem Antrag und dem ganzen Prozedere auseinanderzusetzen. Schließlich ist das erstmal für den Arzt jede Menge Arbeit, ohne Sicherheit, dass es dann auch seitens der Krankenkasse zu einer Genehmigung kommt. Druck dir also alle Antragsformulare aus um deinem Arzt Arbeit abzunehmen (wenn nötig helfe ich Dir dabei) und dann zähle Deinem Arzt auf, welche Symptome sich verbesserten. Wenn Du zum Beispiel nachweisen kannst, dass Cannabis deine Entzündung oder deine Stuhhlgangfrequenzgang reduziert ist das hilfreich. Reduziert es deine Schmerzen, kannst du mit Cannabis durchschlafen nachts? Mach Dir einfach mal Gedanken darüber, was sich alles verbessert mit Cannabis. Umso ausführlicher und überzeugender Du das deinem Arzt vorträgst umso besser. Und wenn sich dein Arzt nicht bereiterklärt, dann such dir einen anderen. Das kann einfach etwas dauern, bis man einen Arzt findet.
      Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen! Falls Du Fragen hast schreib mir einfach.
      Dir einen schönen Abend und gesundheitlich alles Gute.
      Lieben Gruß, Dein Manuel

      Antworten
  • Ich hab das seit ich 10 bin und musste oft behandelt werden mit diesem guten Guide werde ich ohne Ärztliche Behandlung hoffentlich gesund werde danke. (jetzt bin ich 12)

    Antworten
    • Hey Tim. Es freut mich, dass Du auf meinen Artikel gestoßen bist. Ich wünsche Dir wirklich von ganzem Herzen, dass es Dir schnell besser geht! Bist Du denn bei einem Arzt? Nimmst Du Medikamente ein?
      Als wichtige Anmerkung: Cannabis ist super und hat mir mein Leben unglaublich erleichtert. Aber es hat natürlich nicht nur Vorteile. Vor allem im jungen Alter, also unter 18, sollte man unbedingt von einer Behandlung mit Cannabis absehen, da es Nebenwirkungen auf das Gehirn verursachen kann. Du bist ja noch jung und voller Lebenslust. Aber es ist leider auch so, dass dein Gehirn erst im Erwachsenen-Alter ausgereift ist. Bei Jugendlichen stört Cannabis die Entwicklung des Gehirns, was langfristige und unschöne Schäden hinterlassen kann. Ich selbst probierte Cannabis zum Beispiel das erste Mal mit 18 Jahren. Lass es also bitte erstmal noch paar Jahre bleiben, zumindest mal bis du erwachsen bist. Bespreche Dich unbedingt mit deinen Eltern und mit deinen Ärzten, falls Du mit deiner Behandlung unzufrieden bist. Es gibt viele Möglichkeiten abseits von medizinischem Cannabis: Zum Beispiel auch Medikamente. Ansonsten wünsche ich Dir alles erdenklich Gute und gesundheitlich nur das Beste!
      Lieben Gruß, Dein Manuel.

      Antworten
  • Manuel
    Skin Science CBD
    7. Juni 2019 15:20

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    Antworten
  • Ich danke dir für diesen tollen Bericht. Du beschreibst alles sehr wahrhaftig und du gibst einem richtig Mut! Ich leide unter M. Crohn seit 1975 und es kommen jetzt immer mehr zusätzlichen Erkrankungen wie Gelenkrheuma, NNR-Insuf., PSC. dazu. Meinem Sohn habe ich diese doofe Erkrankung auch vererbt, und das hat mir weh getan. Ich sehe zum Glück, dass er besser damit umgeht als ich selbst.
    Vielen Dank.
    Wo finde ich deinen Blog?

    Antworten
    • Manuel
      Manuel Raff
      9. Mai 2019 9:20

      Hallo Francou!
      Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Freut mich riesig, dass er Dir gefällt. Hier steckt mein ganzes Herzblut drin. Dass Du bereits an weiteren Erkrankungen leidest tut mir sehr Leid und bestärkt mich in meiner Überzeugung, meinen Weg so weiterzufahren und alles dafür zu geben, weiter ohne Medikamente auszukommen. Ich wünsche Euch beiden gesundheitlich nur das Beste. Hier der Link zu meinem Morbus Crohn Blog. Du findest den Blog aber auch in der Navigation meiner Website.
      Lieben Gruß an Dich und Deinen Sohn.
      Dein Manuel

      Antworten
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    Antworten
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      Best regards from germany.
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      Antworten
  • Manuel
    Manuel Raff
    7. April 2019 21:56

    Hello dear reader, thanks for the friendly message.
    Best regards from germany!
    Manuel

    Antworten
  • Manuel
    Delfina Zenki
    4. April 2019 7:33

    Hallo, mein Name ist Delfina und ich bin 23 Jahre alt ich leide genau an diesen gleichen Symptomen wie der Hr.Raff ich weiß mir leider nicht mehr zu helfen und die Ärzte meinen es geht nicht anders als mich zu operieren ich würde mich freuen wenn ich irgendwie in Kontakt mit dem Hr.Raff kommen könnte Liebe Grüße Delfina Zenki

    Antworten
    • Manuel
      Manuel Raff
      7. April 2019 21:38

      Hallo Delfina. Das tut mir wirklich sehr Leid zu hören. Ich kann Dich sehr gut verstehen und hoffe, natürlich, dass es Dir sehr bald wieder besser geht. Ich habe soeben auf Deine Email geantwortet. Falls Du Fragen hast kannst Du mich jederzeit auch telefonisch erreichen. Ganz liebe Grüße zurück und gesundheitlich wünsche ich Dir nur das Beste! Dein Manuel

      Antworten
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