Die Heidelbeere wurde bereits von den alten Griechen, Römern und später im Mittelalter von Hildegard von Bingen als effektive Waffe gegen Durchfall und nachlassende Sehkraft eingesetzt. Britische Bomberpiloten verwendeten die Beere im 2. Weltkrieg für ein verbessertes Nachtsichtvermögen.

Erste Versuche mit der Heidelbeere

Nach dutzenden Versuchen exotischer Superfoods, beschäftigte ich mich nach einer Empfehlung meiner lieben Freundin und Crohn- Weggefährtin Melanie, mit der Heidelbeere. “Sie soll entzündungshemmend und gegen Durchfall wirken”. Natürlich kannte ich die Blaubeere schon von klein auf und deswegen hatte ich sie eigentlich gar nicht mehr so wirklich auf dem Schirm. Dennoch wollte ich die Wirkung auf meinen Crohn testen. Mit zeitweise wirklich großartigen Ergebnissen.

Ich kaufte mir einen Heidelbeermuttersaft. Der schmeckte mir sogar richtig gut. So sehr, dass ich manchmal nachts an den Kühlschrank bin, um ein wenig zu davon naschen. Schmeckt tatsächlich so süß, dass er für mich als wohlschmeckende und vor allem gesunde Alternative zu unverträglichen und ungesunden Süßigkeiten dienen könnte.

Wie meine Freundin, die ebenfalls an Morbus Crohn leidet, setzte bei mir eine durchfallreduzierende und entzündungshemmende Wirkung ein.

Von nun an kam die Blaubeere in mein tägliches Dinkelfrühstück, um es etwas zu süßen und geschmacklich aufzuwerten.

Meine Empfehlung bei Morbus Crohn:

  • Täglich 30-50ml Heidelbeerdirekt- oder Muttersaft trinken.
  • !Kein Konzentrat oder Nektar, zu zuckerlastig!
  • Frische Heidelbeeren bitte innerhalb 2-3 Tagen verzehren, da sie schnell anfangen zu schimmeln.

Nachtrag: Wie schon bei so manchem Nahrungsmittel, vertrage ich Heidelbeersaft mittlerweile unverdünnt leider nicht mehr. Ich rate dennoch unbedingt dazu Heidelbeermuttersaft bei Morbus Crohn & Darmbeschwerden auszuprobieren. Falls der Saft nicht vertragen wird gegebenenfalls mit Wasser verdünnen. 

Spannendes & Wichtiges:

  • Die Heidelbeere kann zurecht als Superfood bezeichnet werden. Sie ist reich an wichtigen Antioxidantien, welche freie Radikale absorbieren und dadurch das Krebsrisiko senken.
  • Sie enthält einen besonders hohen Anthocyanegehalt, was die Beere besonders wertvoll & gesund macht. Denn Anthocyane neutralisieren freie Radikale, wirken entzündungshemmend und verlangsamen den Alterungsprozess unserer Haut.
  • Die heimische Beere ist eine Vitaminbombe und stärkt dadurch unser Immunsystem & Abwehrkräfte.
  • Die enthaltenen Gerbstoffe helfen bei Darmbeschwerden, wirken keimtötend, gegen den Durchfall und entfalten einen entzündungshemmenden Effekt, der bei Morbus Crohn ein wichtiger Unterstützer sein kann.
  • Einige Studien beweisen, dass sie den Aufbau neuer Zellen positiv beeinflusst und bei täglicher Einnahme besonders bei älteren Menschen zu einer deutlich verbesserten Gehirnleistung führen kann.
  • Die Blaubeere verbessert die Sehkraft. In der Schulmedizin findet sie bei unterschiedlichen Präparaten Verwendung.

Fazit:

Auch, wenn ich die Frucht leider nicht mehr unverdünnt vertrage, lohnt es sich bei unterschiedlichen Beschwerden, wie auch Morbus Crohn die Heidelbeere mal genauer anzuschauen und auszutesten. Wertvolle Inhaltsstoffe wie Antioxidantien, Gerbstoffe und Vitamine machen sie zu einer unschlagbaren Powerfrucht und einer effektiven Begleitung bei vielen Erkrankungen.

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